Können Sie Ihr eigenes Spiegelbild anschauen und lügen ohne die Augen abzuwenden?
Mal angenommen Sie schaffen es…
Glauben Sie auch daran?
Dieses Buch ist meine Geschichte, wie ich vor dem Spiegel stehe und versuche mein Leben zu entschlüsseln.
Während ich über meine Erfahrungen und Tiefs erzähle, werden Sie merken, dass Sie nicht alleine in dieser vermeintlichen Sackgasse sind. Das ist erst der Anfang Ihres Wegs.
Deswegen möchte ich Ihnen von Anfang in ein Geheimnis einweihen.
Ich bin kein Schriftsteller.
Ich bin der Mann aus dieser Geschichte.
Ich wache nachts um 3.30 Uhr auf. Ich muss aufstehen, ich muss mich anziehen, ich muss raus. Alle Mühe ist aber umsonst. Da ist dieser gewaltige Druck auf meiner Brust, der mich nicht aufstehen lässt. Ich weiß nicht wann ich das letzte Mal durchgeschlafen habe. Einerseits ist da diese Belastung der Arbeit, andererseits hat mich dieser sechsmonatige Kurs komplett ausgeschöpft. In diesem Moment bemerke ich meine Achselhöhlen. Sie sind komplett wund. Draußen fällt weiterhin der Schnee. Ich hebe meinen Kopf mit großer Mühe und schaue auf die Straße. Meine Augenlider können die Tränen nicht mehr aufhalten. Erst fließt ein Tropfen meine Wange runter. Ich bin das nicht gewohnt! Ich begreife nicht was passiert, warum fließt diese Träne? Dann noch ein Tropfen. Draußen fällt der Schnee erbarmungslos auf die Erde, fast strafend. In mir ist jemand anderes, der mehr leidet als ich. Noch mehr Tropfen und noch ein Tropfen… Und dann beginnen meine Tränen ununterbrochen zu fließen. Ich weine. Wer weiß, wie viel und was alles ich in mir angesammelt habe…